Alltag · Film und Fernsehen

Surffilme

In meinem letzten Beitrag über Cádiz habe ich euch ja schon verraten, dass ihr in Spaniens Küstenstadt Cádiz wunderbar das Surfen erlernen könnt. Nun fehlt aber dem ein oder anderen noch ein bisschen Input, weshalb ich für euch noch ein paar fiktive Filme zur Einstimmung habe. Da Dokumentationen nicht so mein Fall sind, werde ich euch dazu nur ein paar Titel nennen, ohne diese allerdings zu rezensieren.

Soul Surfer (2009)

Die 13-jährige Bethany Hamilton steht kurz vor einem Profivertrag und damit ihrem Traum, das Surfen zum Beruf zu machen, unglaublich nahe. Jeder auf Hawaii weiß, dass sie das Zeug dazu hat. Während ihrem Training geschieht dann allerdings das Unglaubliche: Ein einzelner Hai verirrt sich in die Bucht und greift sie an. Zusammen mit einem ansehnlichen Stück ihres Surfboards verliert sie auch ihren linken Arm und kommt nur knapp dem Tod davon. Doch sie ist entschlossen, mit dem Surfen weiterzumachen und stellt sich anfänglich stur allen Schwierigkeiten entgegen. Erst beim nächsten Surfwettbewerb wird ihr klar, dass sie mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen hat als sie anfänglich dachte. Und verschenkt ihre Boards an drei junge Bewunderinnen. Erst ein Trip nach Thailand, um den dortigen Flutopfern Hilfe zu leisten, lässt sie neuen Mut schöpfen und weiterkämpfen, denn das Surfen liegt ihr einfach im Blut.

Auf einer wahren Geschichte basierend hat dieser Film mich wirklich mitgenommen. Es geht nicht um einen Hai-Angriff und auch nicht primär ums Surfen, sondern schlichtweg darum, nach einem enormen Rückschlag nicht den Mut zu verlieren, sondern weiterzumachen. Dementsprechend wird das Schicksal hier auch nicht mehr als nötig dramatisiert und der Film bleibt authentisch und realitätsnah. Klar, ein Hai ist für viele so ziemlich die größte Angst, aber seien wir mal ehrlich: Haie werden durch Blut angelockt und greifen normalerweise nicht einfach an. Hinzu kommt, dass sie sich wirklich selten an solch flache Küstenabschnitte verirren und dann normalerweise durch die heute sehr ausgeprägte Strandüberwachung direkt bemerkt werden – und der Strand dementsprechend abgesperrt wird. Dass es zu einem solchen Angriff kommt, dazu gehört einfach schon eine Menge Pech oder unglaublich viel Dummheit. Im Großen und Ganzen sollte einen das also nicht so bekümmern. Genauso wahrscheinlich kann einen eine Flutwelle in Thailand treffen. Von mir gibt es für diesen Film eine absolute Empfehlung. Mir gefiel es wirklich sehr gut, dass er es nicht darauf anlegte, unnötige Ängste zu schüren, sondern sich auf das wesentliche konzentrierte und bei den Tatsachen blieb. Dementsprechend hatte ich danach auch keine Hai-Ängste. Ihr könnt also beruhigt einschalten und drauflosglotzen!

Chasing Mavericks (2012)

Jay Moriarity wird als kleiner Junge von dem begnadeten Surfer Rick „Frosty“ Hesson aus dem Wasser gezogen. Jahre später ist er vollkommen besessen von seiner Leidenschaft, die Wellen zu reiten. Eines Tages folgt er seinem Idol an einen abgelegenen Strandabschnitt und macht eine Entdeckung: Die berühmt berüchtigten Mavericks, die gefährlichsten und größten Wellen überhaupt, gibt es auch bei ihm in der Nähe. Sofort packt ihn der Wunsch, dort draußen zu surfen und er bittet Hesson um Hilfe.

Jay Moriearty ist eine dieser Surflegenden, über die man wohl einfach einen Film drehen musste. Als jüngster Surfer überhaupt schaffte er es, die Mavericks zu reiten – und zu überleben. Aber nicht darauf legt der Film seinen Schwerpunkt, sondern vielmehr auf die intensive Vater-Sohn Beziehung zwischen Jay und seinem Mentor Hesson. Dabei gibt es keine große Gefühlsduselei. Der Film bekam nicht unbedingt die besten Kritiken, mir persönlich hat er aber gut gefallen und ich würde ihn euch weiterempfehlen. Wenn ihr Lust auf einen Surffilm habt, dann erst recht. Auf jeden Fall kann man auch das ein oder andere lernen, wenn man selbst noch ein ziemlicher Neuling auf dem Gebiet ist. Ansonsten überwiegt einfach der Spaß am Filmschauen.

Blue Crush 1 und 2 (2003 und 2011)

Die junge Anne Marie will unbedingt Surfen und hat  großes Talent. Leider kann sie sich und ihre Schwester kaum mit ihrem wenigen Gehalt durchschlagen. Als ein Baseballprofi ihr das Angebot macht, sie für Surfunterricht zu bezahlen, schöpft sie allerdings Hoffnung. Die Frage ist nur, ob sie sich von ihm ablenken lässt von ihrem großen Traum.

Der Fortsetzungsfilm knüpft nicht an diese Geschichte an. In diesem reist die reiche Dana nach Afrika, um die Surfreise ihrer Mutter zu wiederholen und ihr somit etwas näher zu kommen. Auch hofft sie, dadurch ihren eigenen Weg zu finden. Eine Gruppe von zufällig getroffenen Surffreaks begleitet sie auf ihrer Reise.Blue Crush

Hier haben wir es mit zwei Filmen zu tun, die man auch unter „Klischee“ abstempeln könnte. Leichte Unterhaltung, in diesem Fall leider nicht gerade die allerbesten Schauspieler (aber hey, man kann ja nicht immer einen Oscar-Gewinner auf der Mattscheibe anglotzen) und die Geschichte ist auch eher so lala. Für einen gemütlichen faulen Filmabend kann man sich die Filme dennoch gerne antun, eine Qual wird es jedenfalls nicht. Ich würde ihn in der Liste für Filme für einen Abend mit Freunden behalten, wenn die anwesenden Freunde einfach mal gerne auch quatschen, während der Kasten flimmert. Die Story kann man nämlich trotzdem nachverfolgen. Beide Filme haben übrigens hervorragende Hintergrundmusik, die Lust aufs Surfen macht. Da kann der nächste Urlaub doch kommen!

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