Alltag · Reisen

Schöne Strände, kleine Wellen – Surfen in Cádiz

Surfen ist eine dieser Sportarten, die man als Deutscher nicht mal eben so erlernt. Wie auch? Surfen im Wattenmeer? Oder in den Alpen? Schöner Witz. Und so sehr es auch dem Snowboarden ähnlich sein mag, es fehlen doch die Wellen und der Spaß am Strand. Die einzige Surfzone Deutschlands, die mir spontan bekannt ist, befindet sich direkt in München auf der schönen Isarwelle im Englischen Garten. So wirklich das Gleiche ist das aber auch nicht. Umso besser also, dass ich in Spanien so viel Zeit dazu habe und direkt mal was Neues ausprobieren kann. Vorneweg: Skate- oder Snowboarderfahrung habe ich absolut keine und auch Windsurfen oder Kiten gehören nicht zu meinen bisher getesten Sportarten. Absoluter Neuling also.

Der Surfspot

Die Küstenstadt Cádiz ist von GranadaPaola aus einer der nächstbesten Surfspots für Anfänger. Sind die Wellen im Winter noch etwas hoch, gibt es im Frühjahr und Herbst das perfekte Wetter für Anfänger: Kleine Wellen, Sonnenschein und viel Laune. Es ist nicht perfekt, da die atlantischen Wellen in der Regel immer sehr rauschen und weniger klar sind als am Pazifik, für Surfanfänger reicht es aber dennoch, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Klar, mit solchen Wellen ist es ein bisschen schwieriger, aber man kann es auch so sehen: Wer im Atlantik surfen kann, kriegt das im Pazifik erst recht hin!

Auch im Sommer lässt sich hier wunderbar surfen, allerdings nimmt gleichzeitig die Anzahl der Badegäste zu, weshalb ich es mir als nicht ganz so gut vorstelle. Gesurft wird in der Stadt selbst am Strand Playa Sta. María del Mar, etwa zehn Gehminuten von der Kathedrale und dem historischen Zentrum entfernt. Der Strand ist klein und relativ übersichtlich, bietet aber alles, was man so braucht. In der Nähe gibt es zudem einige Cafés, Restaurants und Bars zur Stärkung nach dem Sport. Und die Nähe zum historischen Zentrum ist natürlich optimal, um danach in die Kultur dieser wunderbaren Stadt einzutauchen.

Wie lange braucht man zum Lernen?

Das ist natürllich von vielerlei Faktoren abhängig und da ich selbst kein Profi bin, kann ich da auch nur eine grobe Einschätzung geben. Ich jedenfalls konnte nach einer Woche die ersten Wellen surfen, hatte den Dreh aber auch noch nicht ganz raus mit dem Aufstehen auf dem Brett. Da in den Surfschulen häufig etwas längere Softbords genutzt werden, die ihr wohl nie bei den Profis sehen werdet, gehört auch dazu, dass man sich erstmal immer wieder an neue Materialien und Boardlängen gewöhnen muss. Wenn man aber einmal den Dreh raus hat, zeigen sich weitere Erfolge schnell und selbst die kleinste Welle macht schon unheimlich viel Spaß. Wenn ihr also einen Sport sucht, der süchtig macht und euch grenzenlose Glücksgefühle beschert, seid ihr beim Surfen genau richtig. Übrigens fangen viele erst in den Zwanzigerjahren mit dem Surfen an und ich durfte sogar ein paar Mutige kennenlernen, die mit dreißig oder vierzig erst begonnen haben. Es ist also bei weitem kein Sport, den man von kleinauf lernen muss – es sei denn natürlich, man fühlt sich zum Profi-Surfer berufen. Dazu kommt, dass das Surfen vergleichsweise günstig ist, zumindest, wenn man die Wellen schon zuhause hat.

Weitere Surfspots, sogar bessere, finden sich an der Nordküste Spaniens in Asturien und Kantabrien. Aber nicht nur Spanien eignet sich, sondern auch Portugal und Frankreich haben beste Surfbedingungen für einen Einstieg in den Sport. Für die perfekten, superklaren Wellen müsst ihr allerdings an die Pazifikküste nach Kalifornien, Chile, Hawaii oder Australien. Aber bevor man in die Vollen geht, kann man ja auch erstmal klein anfangen!

Ihr braucht etwas mehr Anregungen?

Dann freut euch auf meinen nächsten Beitrag, in dem ich euch vier Surffilme vorstellen möchte, die nicht in unbedingt in aller Munde sind.

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