Literarisches

Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid – Fredrik Backman

Es ist schon eine Weile her, dass ich meine letzte Buchrezension über Die Werft von Juan Carlos Onetti geschireben habe. Seitdem habe ich nur Bücher erneut gelesen und mich mit vielen Kurzgeschichten beschäftigt. Nun, das Jahr 2016 brachte eine lange Leseliste mit sich und ganz oben stand Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid von Fredrik Backman, 2015 veröffentlicht. Selbiger hat mit seinem Erstlingsroman Ein Mann namens Ove den großen Durchbruch geschafft und und mit seinem zweiten Werk auch meine Aufmerksamkeit erregt.Oma lässt grüßenNun, worum gehts in dem Buch? Die siebenjährige Elsa findet sich im Schulalltag nicht besonders gut zurecht, denn wie sie weiß, ist sie etwas ganz Besonderes. Ihre beste Freundin ist ihre Oma und mit der treibt sie so manchen Schabernack. Doch Oma hat Krebs und muss Elsa alleine lassen. Deshalb bereitet sie für ihre Enkelin eine Schatzsuche vor, denn Oma liebt Schatzsuchen. Und diese soll die Beste von allen werden, denn endlich findet Elsa neue Freunde.

Die Geschichte ist aus der Perspektive der Siebenjährigen geschrieben und dementsprechend einfach. Diesen Stil kennt man bereits aus Kinderbüchern und Märchen, aber durch Elsas Kluscheißerei und ihre ausgeprägte Neugierde findet sich auch für Erwachsene noch so mancher Happen, den man erstmal verdauen muss. Ich würde das Buch nicht als anspruchsvoll bezeichnen – zu oft hatte ich das Gefühl, dass es sich wunderbar eignen würde zum Vorlesen für kleine Kinder. Dennoch ist so manche Lehre darin zu finden, die für die jüngeren unter uns möglicherweise nicht ganz so leicht nachzuvollziehen sind. Kurz gesagt: Das Buch ist einfach ein Buch für alle, unabhängig des Alters.

Und so unglaublich humorvoll, witzig, sprühend  vor Charme! Phantasievoll und ergreifend erzählt Elsa uns von ihrem privaten Phantasieland Miamas, ihrer Liebe zu den Harry Potter Büchern und dem ganz normalen Wahnsinn in einem Mehrfamilienhaus. So normal es eben sein kann, wenn wirklich alle Nachbarn ein bisschen verschroben und seltsam sind.

Nach dem Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson ist dies ein weiteres Buch, dass ich wirklich nur ans Herz legen kann, wenn euch nach einem amüsanten kleinen Abenteuer mit wirklich außergewöhnlichen Charakteren zu Mute ist! Haut rein!

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