Alltag

Wo es sich studieren lässt

IMG_4147So schnell ziehen die Tage ins Land und man könnte meinen, hier sei nichts mehr geschehen. Was den Januar anbelangt, trifft das leider auch zu. Grau, nass und kalt war es – Ja, selbst in Spanien! Dazu kam eine ordentliche Ladung Seminarmitschriften und Literatur, die für die anstehenden Examen studiert werden mussten. Es ist also verwunderlich das nicht allzu viel geschehen ist. Immerhin erspart euch das die auf vielen Blogs üblichen Neujahrspläne, die man doch nicht befolgt. Jetzt wirds aber wieder bessser, denn mit einer ganzen Ladung Beiträge im Gepäck kann ich endlich wieder durchstarten. Da wäre zum einen ein erneutes – und diesmal richtiges – Mexikanisches Essen, der Karneval in Cadiz, eine Tour durchs nächtliche Granada und eine durchs regnerische, ein Streifzug durchs Albayzin und die Suche nach den Höhlen in Sacromonte, ein paar literarische Happen und den einen oder anderen Gedanken zur Halbzeit (also Erasmus. Nicht Fußball!). Seid also gespannt!

Zunächst will ich euch aber von einem Erlebnis aus meinem eifrigen (haha) Studienmonat erzählen. Der übrigens nicht so  von Erfolg gekrönt war, aber das ist eine andere Geschichte.

Wie das immer so ist, wenn man denkt, es geht nichts (und das denkt man bekanntlich immer, wenn man sich auf Prüfungen vorbereiten soll), kommt von irgendwo eine Überraschung her. In diesem Fall hängt sie mit meinen doch manchmal ziemlich auf dem Schlauch stehenden Spanischkenntnissen zusammen und der Tatsache, dass ich mich ehrlich nie darüber informiert habe, wie viele der Gebäude in Granada zur Universität gehören. So begab es sich, dass ich an einem Mittwoch, an dem ich echt vorhatte zu lernen – und tatsächlich auch schon in meine Unterlagen vertieft war – zu einem Mittagessen mit Freunden überredet wurde. Da ich vorhatte, danach die Sonne etwas zu nutzen, hab ich also prompt meine ganzen Lernunterlagen mitgenommen. Nach dem Essen war mir allerdings gar nicht mehr ganz so sehr nach studieren und aus purer Lustlosigkeit begleitete ich meine Freunde dann in die Bibliothek einer nahen Fakultät.

Jetzt muss man dazu sagen, dass ich einfach hinterhergetrottet bin und keine Ahnung hatte, von welcher Fakultät die beiden redeten. Als ich dann plötzlich vor einem mir nur allzu gut vertrauten Gebäude stand, an dem ich jeden Tag auf dem Weg zbibliotecau meiner eigenen Fakultät vorbeikam, war ich doch recht verwirrt. So wie ich das immer verstanden hatte, handelte es sich dabei doch um ein Krankenhaus? Oder ein Hospiz? Ja, so genau habe ich mir nie Gedanken über den Unterschied der beiden spanischen Beriffe hospicio und hospital gemacht, mir war immer nur klar, dass sich in dem Gebäude wohl kaum etwas befinden konnte, was für mich von Interesse war. Ihr könnt euch also meine Verwunderung und Verwirrung vorstellen, als wir genau darauf zuliefen. Und eintraten. Und unserer Taschen durchscannen ließen. Und dann einen Innenhof durchquerten (ein echt schöner Innenhof!). Und dann eine Treppe erklommen. Und dann in eine Bibliothek eintraten, wie man sie sicherlich nicht dort erwartet hätte! In einem Saal, der die Form eines griechischen Kreuzes hatte, stapelten sich bis unter die Decke wunderschöne alte Folianten. In jedem der Saalflügel standen Tische mit Leselampen und ob es an den Büchern lag oder an dem Gebäude, es herrschte eine ehrfürchtige Stille. Ich kann euch sagen: HIER lässt es sich studieren!

Advertisements

2 Kommentare zu „Wo es sich studieren lässt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s