Erasmus · Reisen

Lissabon – Stadt der Toleranz

Da war es also. Das Wochenende nach der ersten Klausur. Und die Gelegenheit war perfekt. Direkt nach dem Uni ging es zum schnellen Kofferpacken und danach direkt zum Busstop, wo ich auf 49 andere Studenten traf, die mit mir nach Lissabon fahren würden. Neun Stunden später war ich dann auch dort – müde, aufgeregt und völlig überrascht von dem Anblick, der sich mir bot. Es war auf den ersten Blick sichtbar, dass sich die Vegetation in Portugal deutlich von der in Andalusien unterscheidet. Alles war grün und blühte im strahlenden Sonnenschein. Wir zogen alle bei Ankunft direkt erstmal unsere Jacken aus und genossen den Sonnenschein. Was ein November!

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Nach einer Katzenwäsche und einem schnellen Frühstück ging es auf zu einer Stadtbesichtigung, deren Höhepunkt die Betrachtung des Sonnenuntergangs von der Festung aus war. Danach haben wir uns aufgemacht ins Barrio Alto, dem Partyviertel der Stadt, das zu dieser Zeit aber noch ruhig und unschuldig aussah. Dort haben wir uns ein Restaurant gesucht und gemeinsam die örtliche Küche getestet: Kabeljau, Kabeljau und …achja, noch mehr Kabeljau. Die Portugiesen haben wirklich eine Vorliebe für diesen Fisch! Wie unser Cityguide uns erklärt hat, sind sie sogar die Nation, die den meisten Kabeljau weltweit verspeist – und dabei nicht einen einzigen dieser Fische selbst angelt, sondern aus Norwegen importiert. Auf dem Rückweg zum Hostel bekamen wir ein Gefühl dafür, wie voll das Barrio Alto noch werden würde, doch da die meisten von uns noch völlig geschlaucht von einer mehr oder weniger durchwachten Nacht waren, entschieden wir uns dafür, lieber schlafen zu gehen.

Am nächsten Tag ging es nach Sintra, wo wir das Castillo da Pena besichtigten, einem der ehemaligen Schlösser des Königs – einem wahren Spielzeugschlösschen. Zumindest haben all die bunten Farben und lustigen Dekorationen diesen Eindruck hinterlassen und auch die Einrichtung hat nicht viel daran ändern können. Nach einem schnellen Essen ging es dann noch zur Quinta da Regaleira, wo wir uns in zahlreichen Tunneln und Höhlen verloren, die Grotte besichtigten und völlig fasziniert von der Fassade dieses Hauses waren.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas. Dort haben wir erneut einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachtet und viel Spaß am Fotografieren dieses Naturschauspiels gehabt. Und überhaupt, die Landschaft war einfach in einzigartige Farben getaucht.

Zurück in Lissabon entschieden sich einige zum freudigen Partymachen, während ich mit zwei Freunden noch ein bisschen die Straßen der Innenstadt erkundete und Fotos von der Hauptstadt bei Nacht gemacht habe.

Am letzten Tag ging es für uns nach Bélem, einem Stadtteil, von dem aus die großen Seefahrer vergangener Zeiten in die Neue Welt starteten. Dort haben wir es uns natürlich auch nicht entgegehen lassen, die berühmten Pasteles de Bélem zu essen, während wir über einen kleinen Kunstmarkt schlenderten. Den Nachmittag verbrachten wir wieder in Lissabon an der Promenade bei Straßenmusik und dem ein oder anderen leckeren Snack, bis es für uns alle wieder hieß: Heimweg antreten und die Erinnerung an eine wirklich schöne Reise bewahren!

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