Alltag · Erasmus

Europa kocht

Gemeinsam kochen macht einfach mehr Spaß als alleine. Und wenn man dann auch noch neue Gerichte kennenlernt ist es auch noch spannend. So haben wir uns zusammengetan und ein Europa-Essen organisiert. Wobei Europa vielleicht etwas zu viel gesagt ist, immerhin waren nur Vertreter von fünf der Mitgliedsstaaten anwesend: Schweden (1), Italien(3), Spanien(2), Frankreich(2) und natürlich auch Deutschland(5). Insgesamt also ganze 13 Personen, die sich in einer kleinen, schlauchförmigen Küche abwechselnd die Köpfe eingeschlagen haben, sich um den Herd drängten und verzeifelt nach den versteckten Pfannen suchten. Was ein Gaudi!

Angefangen haben Spanien und Schweden, die uns mit einer wunderbaren, gesunden Vorspeise überrascht haben: Guacamole mit Lachs und Kaviar aus Schweden, sowie Garnelen mit Alioli (Olivenöl mit gaaaaanz viel Knoblauch) aus Spanien. Das Ganze konnte mit Keksen noch gedipt werden, während wir auf die erste Hauptspeise gewartet haben, die aus Italien kam.

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Aus Spanien gab es schließlich, nach einer längeren Wartezeit, Pasta del Horno, also Nudeln aus dem Ofen.

IMG_7113 IMG_7135Team Spanien und Team Italien haben ihre Rezepte übrigens beide lieben Omas zu verdanken, die schön ausführlich erklärt haben, wie alles zuzubereiten ist. Und wie wir alle wissen: Kochen nach Omas Art schmeckt immer hervorragend! Deshalb haben wir auch gleich mal beiden Omas gemeinsam gedankt und sogar eine gemeinsam aufgenommene WhatsApp-Nachricht an die technik-affinen Damen geschickt.

Als nächstes kam Team Deutschland an die Reihe. Wir haben aufgrund der großen Gruppe gleich zwei Speisen vorbereitet: Zunächst wurde ein weiteres Hauptgericht zusammengestellt – und die Schwaben unter euch werden jetzt begeistert aufschreien: Jap, wir haben Käsespätzle gemacht. Das erneut mit der Hilfe einer lieben Oma und diesmal auch, weil wir ja ganz modern sind, mit der Hilfe von Youtube-Videos. Dummerweise ist Spätzle machen ohne das richtige Zubehör verdammt schwierig, weshalb sie nicht ganz so wie in unserer lieben Heimat aussahen. Aber ehrlich, unter den gegeben Umständen fand ich sie schon ziemlich großartig!

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IMG_7142Als Dessert gab es dann noch Milchreis mit Apfelmus. Da allerdings die Zeit gefehlt hatte, Apfelmus selbst zu machen und wir hier in Spanien sind, wo sowas nur an Babys verfüttert wird (ernsthaft! unglaublich, oder?), mussten wir auf den etwas schlechteren Apfelmus für Kinder zurückgreifen. Ach, was hätte ich für selbstgemachten Apfelmus gegeben! An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Janina und Lena, die mir fleißig geholfen haben, überhaupt ein Dessert zu finden, dass sich hier umsetzen lässt!

IMG_7136Zum Schluss gab es noch ein Dessert von den Franzosen, das von der Mehrheit gewünscht worden ist. Dreimal dürft ihr raten! Richtig, Crêpes! Man sollte meinen, die französische Küche hätte noch ein bisschen mehr zu bieten, aber was soll man machen – alle Welt liebt einfach die guten alten Crêpes! Leider habe ich zu diesem Zeitpunkt kaum noch stehen können, so vollgefressen war ich, und habe deshalb nur noch ein einziges Bild von euch, dass euch die beiden Französinnen Laura und Violaine zeigt, die als letztes Team die Küche betreten durften und erstmal den Schock ihres Lebens bekommen haben. Jaja, habt ihr wirklich geglaubt, wir würden nach dem Kochen gleich abspülen? Dann wäre doch das Essen kalt geworden?!

IMG_3426Naja, da wir alle anständig sind, haben wir erstmal den Herd für die beiden wieder gesäubert (die meisten Kleckereien kamen sowieso von den Spätzle) und angefangen, das Geschirr zu spülen, während ein anderer Trupp den Wohnzimmertisch wieder befreit hat von Müll und Essensresten. Da wir auf Plastikteller und -Becher zurückgegriffen hatten, mussten wir wenigstens nur Töpfe, Pfannen und Besteck spülen. Über unser Umweltbewusstsein lässt sich also streiten, aber wenigstens waren wir so ordentlich und nett, alles wieder aufzuräumen und den vier Bewohnern der WG den Schrecken am nächsten Morgen zu ersparen. Sogar den Müll haben wir abends mit rausgenommen. Sind wir nicht tolle Studenten?

Abschließend möchte ich nochmal sagen: Vielen, vielen Dank an alle Köche für das wunderbare und wahnsinnig leckere Essen!

¡Muchas gracias a todos los cocineros por las mejores comidas del mundo y por la increíble noche!

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Ein Kommentar zu „Europa kocht

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