Literarisches

World Book Day – Von kostenlosen Büchern und ihren Lesern

Gestern wurde der World Book Day in Großbritannien und Irland gefeiert, aber auch in einigen anderen Ländern wie beispielsweise Argentinien. Es ist bereits das 18. Jahr seit die UNESCO den Welttag des Buches festgelegt hat. Ihr fragt euch jetzt vielleicht: „Wie jetzt? Der ist doch am 23. April?“ Ja, ganz richtig.

Deutschland feiert den Welttag des Buches und des Urheberrechts im April zusammen mit zahlreichen anderen Ländern, da der Legende nach an diesem Tag sowohl Miguel Cervantes, der Autor von Don Quijote de la Mancha, als auch der berühmte Shakespeare geboren worden sind. Großbritannien und Irland haben diesen Tag lediglich vorgezogen, um Kollisionen mit Feiertagen zu vermeiden. Für Buchliebhaber ist das wohl unerheblich, da sie ihre Bücher am liebsten jeden Tag feiern.bücher

In Großbritannien hat sich inzwischen die Tradition durchgesetzt, dass die Kinder als ihre Lieblingsbuchcharaktere verkleidet in die Schule kommen. Egal ob Harry Potter, Peter Pan oder Alice – alles ist erlaubt und jedes Kostüm wird gefeiert. Ein paar der Bilder finden sich auch in diesem Artikel. Weitere lassen sich auf Twitter unter dem Hashtag #WorldBookDay finden. Besonders schön finde ich auch, dass einige den Autoren für die wunderbaren Geschichten danken.

Aber nicht nur Kinder feiern den Tag. In den Niederlanden wird anlässlich des Tages sogar eine ganze Woche lang das Buch gefeiert. Dazu wird jedes Jahr ein bekannter Autor beauftragt, zum wechselnden Thema ein Buch zu schreiben. Dieses wird dann während der Bücherwoche bei einem Bücherkauf im Wert von über 11,50 Euro kostenlos dem Käufer dazugegeben wird und am Ende der Woche sogar als Bahnticket quer durchs ganze Land dienen kann. In Deutschland gibt die Mayersche Buchhandlung 50 Prozent Rabatt auf ausgewählte Exemplare, vom Bestseller bis zu völlig unbekannten Werken. Themenwochen wie die Krimibuchwoche in Karlsruhe sollen auch den Erwachsenen das Lesen (wieder) schmackhaft machen.

Auch Künstler beschäftigen smissionich mit dem Medium und zelebrieren es auf die unterschiedlichsten Weisen. Am schönsten fand ich das Werk des Argentiniers Raul. Er hat einen alten Ford Falcon umgebaut, sodass er damit bis zu 900 Bücher herumfahren kann. Diese hat er unter dem Motto Weapons of Mass Instruction kostenlos an Menschen in Buenos Aires und Umgebung verteilt – nur unter der Bedingung, dass diese auch gelesen werden. Einen schönen Beitrag dazu findet ihr hier.

Und wie schaut es bei euch aus? Habt ihr gestern gelesen oder unartig euren Stapel ungelesener Bücher ignoriert? Wenn ja, dann könnt ihr ja jetzt noch ein bisschen lesen, schließlich ist Freitag und der langen Lesenacht steht nichts im Wege!

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