Film und Fernsehen

Interstellar (Film)

Wenn ein Film ganze zwei Monate im Kino gezeigt wird und immer noch Zuschauer findet, darf man sich schon wundern. Entweder der Film ist extrem gut und sehr empfehlenswert oder alle anderen Filme, die in diesem Zeitraum Premiere feiern, sind furchtbar schlecht.

Interstellar ist am 6. November 2014 in die deutschen Kinos gekommen und läuft noch immer in einigen, wenn auch, verständlicherweise, inzwischen mit weitaus weniger Spielzeiten als noch vor zwei Monaten. Zuvor hat der Film schon für einige Furore gesorgt: „Der neue Film von Nolan ist das! Du weißt schon, dem Regisseur von Batman. Mit Musik von Hans Zimmer!“ Zudem lobte die Presse das Werk in höchsten Tönen. Einige der späteren Kritiken allerdings hatten auch manches zu bemängeln: Der Film verliere nach der Hälfte an Inhalt, weise logische Mängel auf, die Charaktere seien unglaubwürdig oer schlecht gespielt. Verständlich also, dass meine Neugierde auf diesen Film nach zwei Monaten sehr groß wurde.

Die Erde ist am Austrocknen, überall gibt es Sandstürme und der Untergang der Menschheit ist nur noch eine Frage der Zeit. Während die Regierung nach den Fehlschlägen der Wissenschaft in der Vergangenheit nun nur noch auf Landwirtschaft setzt, gibt es ein geheimes NASA-Projekt: In einem anderen Sonnensystem sollen neu entdeckte Planeten auf Lebensfähigkeit untersucht werden und gegebenenfalls eine Kolonie gegründet werden. Cooper, der schon einmal bei der NASA gearbeitet hat, stößt aufgrund seltsamer Beobachtungen seiner Tochter auf das Geheimversteck der NASA und wird von ihnen beauftragt, die Mission im All zu leiten. Seine Tochter ist damit nicht einverstanden, kann ihn jedoch nicht aufhalten. Lediglich das Versprechen, dass er zurückkomme, kann sie ihm abringen.

Die Handlung ist für 2,5 Stunden Film relativ überschaubar, denn stellenweise wird mehr mit beeindruckenden Bildern und emotionaler Musik gearbeitet, als das wirklich etwas „passiert“. Genau diese Szenen allerdings sind es, die mich zwischenzeitlich haben vergessen lassen, dass ich mich in einem Kinosaal befinde. Nicht im Weltall. Science-Fiction ist nicht immer logisch, doch sointerstellarweit ich das mit meinem physikalischen Wissen einschätzen kann, wurden in diesem Film zumindest die Grundregeln gewahrt und nicht allzu phantastisches miteingebaut. Ein bisschen gestört hat mich Anne Hathaways leblose Darstellung von Dr. Amelia Brand, aber als gefühlskalte Wissenschaftlerin konnte sie durchgehen.

Alles in allem waren die wenigen Mängel, die mir zuvor von vielen Seiten genannt wurden, leicht zu entschuldigen oder bei genauerem Betrachten keine Fehler, sondern vielmehr eine weitere Facette eines anspruchsvollen Films. Wer auf leicht verdauliches Kinovergnügen aus ist, ist in Interstellar allerdings absolut fehl am Platz. Dieses Science-Fiction-Epos glänzt durch atemberaubende Bilder, eine hervorragende Musik und eine derart ausgefeilte und interessante, anspruchsvolle Geschichte! Von mir definitv einer der am liebsten geschauten Filme des vergangenen Jahres.

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