Film und Fernsehen

Love, Rosie (Film)

Für immer vielleicht (Originaltitel: Where Rainbows end) ist eines dieser Bücher, das schon seit einer gewühlten Ewigkeit in den Buchläden liegt und scheinbar immer neue Leser findet. Es ist auch eines jener Bücher, dass mich nie gereizt hat. Umso gespannter war ich dafür auf den Film, dessen Trailer mich sofort neugierig machen konnte. Gut, vielleicht hat der Winter und ein bisschen Lust auf Romantisches mitgespielt.
Rosie ist eine junge irische Schulabsolventin, die zusammen mit ihrem Freund und besten Kumpel Alex nach Boston ziehen möchte, um dort Hotelmanagement zu studieren. Alex dagegen bekommt ein Stipendium für die berühmte Harvard University und möchte Arzt werden.Zunächst scheint für die beiden alles glatt zu laufen: Sie bekommen ihre jeweiligen Stipendien und die Pläne für den Umzug stehen. Ungeplant jedoch ist die Schwangerschaft Rosies, die nach ihrem Abschlussball mit dem eingebildeten Greg geschlafen hat. Rosie schämt sich und erzählt Alex nichts davon, stattdessen erklärt sie, zuhause noch einiges erledigen zu müssen. Greg macht sich, als er erfährt, dass er Vater wird, aus dem Staub. Als Alex davon erfährt, ist er bereits mit einer Studienkollegin in einer Beziehung, die beiden wollen heiraten. Später, nachdem die Beziehung in die Brüche geht, ist es Rosie, die nicht mehr bereit ist. Sie hat sich mit Greg ausgesöhnt, der nun ein guter Vater für seine Tochter Rosie ist.
Es sind diese kleinen Patzer, die dafür sorgen, dass Rosie und Alex zwar nach und nach ihre Gefühle füreinander entdecken, aber nie wirklich zusammenkommen. Für den anderen scheinen sie doch immer nur die guten Freunde von früher zu sein, denen sie alles erzählen können, nur nicht ihre wahren Gefühle gestehen. Jedes Mal möchte man als Zuschauer nur einen der beiden wachrütteln, ihnen zurufen, dass sie die Augen aufmachen sollen, etwas tun!
Love, Rosie ist eine herzenswarme Geschichte, die mit viel Gefühl verfilmt wurde. Die warmen Farben, die insbesondere in Rosies Kinderzimmer vorherrschen, geben ein Gefühl von Geborgenheit, während gerade die kalten Räume, in denen sich Alex und Rosie außerhalb ihrer eigenen kleinen Welt bewegen, Kälte ausstrahlen. Selbst ein Blinder müsste merken, dass die beiden nur beim jeweils anderen zuhause sein können. Und so ist es kein Wunder, dass sie am Ende auch zusammenfinden. Was wäre eine Romanze auch ohne Happy End?
Die Verfilmung geht nicht ganz so weit wie das Buch, Rosie und Alex sind noch keine fünfzig Jahre alt, sie haben noch nicht ihr ganzes Leben gelebt, als sie endlich zueinander finden. Dennoch gibt die Geschichte einen guten Eindruck davon, was es heißt, seine Chancen nicht zu ergreifen.
Kleine Patzer, wie das völlige Verschwinden von Rosies jüngeren Brüdern sobald Rosies Tochter Katie älter wird, nehmen ein bisschen die Freude am Film. Außerdem ist es nicht gerade ein Film, der voller Überraschungen steckt und Neues bringt. Dennoch kann ich diesen Film jedem ans Herz legen, der gerade in der kalten Jahreszeit nach ein bisschen Wärme und Romantik sucht. Und soweit ich dies nach langen Diskussionen mit Kennern des Buches beurteilen kann, lässt es sich auch als schöne Buchverfilmung akzeptieren.

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