Film und Fernsehen

The Signal (Film)

Noch ein Science-Fiction-Film, ebenfalls aus dem Jahre 2014, diesmal von William Eubank. The Signal handelt von den drei jungen Erwachsenen Haley, Nic und Jonah. Die beiden Jungs helfen Haley bei ihrem Umzug nach Florida. Untwegs durch die halbe USA erhalten sie regelmäßig Live-Aufnahmen ihrer Fahrt von einem gewissen Nomad zugesendet. Beide herausragende Hacker fühlen sich dadurch in ihrer Ehre verletzt und verfolgen das Signal des Unbekannten bis hin zu einer verlassenen Hütte. Diese stellt sich als Falle heraus. Als sie von Haleys panischen Schreien wieder ins Freie gelockt werden, fällt eine übernatürliche Macht über sie her.

Nic wacht in einer Untersuchungsstation wieder auf, wo er sich immer wieder scheinbar idiotischen Fragen gegenübergestellt sieht und in einem krankenhausähnlichen Zimmer untergebracht wird. Er erfährt, dass seine Freundin Haley im Koma liegt. Er selbst kann seit dem seltsamen Vorfall seine Beine nicht mehr bewegen und sitzt im Rollstuhl. Von Jonah fehlt jede Spur.

Was als unterhaltsamer Roadtrip begonnen hat, wendet sich schnell zu einem Drama für Nic und seine Freunde. Nic ist als einziger in der Lage, eine Flucht zu planen, doch immer wieder wird er zurückgehalten. Erst als er erfährt, was mit seinen Beinen geschehen ist und erkennt, dass er wieder laufen kann, findet er die Kraft, sich und Haley zu befreien. Doch selbst außerhalb des merkwürdigen Bunkers, in dem sie festgehalten wurden, scheinen sie nicht in Freiheit zu sein.

Der Film endet wie er enden muss: in Unklarheit. Eine Alien-Technologie, die sich als gar nicht so außerirdisch erweist, ist das Hauptelement der Science Fiction. Ein außerirdischer, der sich hervorragend mit der Technik auskennt und die beiden Hacker auf die Probe stellt. Und was ist mit all den anderen Menschen, all jenen, die sich nicht der Technik zugewandt haben? Sie erscheinen als gedankenlose Irre. Menschen, denen wir eine geistige Benachteiligung zuschreiben würden, haben in The Signal schlichtweg einen Technikfehler. Und doch: Kann ein Schuss, von einer Pistole abgegeben, alle Technik zerstören? Wie alle Sci-Fi-Filme lässt sich auch dieser problemlos in Frage stellen.

Auch hier ist wieder Plato zu finden, diesmal mit seinem Höhlengleichnis. Denn erst als Nic die Höhle verlässt, aus dem seltsamen Reservat ausbricht, erkennt er, woraus die Welt wirklich besteht. Es sind keine Illusionen, keine Hologramme: Vielmehr besteht alles aus Daten. Einem riesigen Netzwerk von Daten.

The Signal überzeugt durch erstklassige Bilder, die das Zuschauen wirklich angenehm und interessant gestalten. Die Geschichte hingegen ist bisweilen etwas langweilig und zäh, während einzelne Aspekte wie die Entführung klischeehaft und aufgedrungen wirken. Alles in allem war es aber ein angenehmes und unterhaltsames Filmvergnügen. Schon allein die Tatsache, dass dieser Film den Zuschauer mit einem offenen Ende und ungeklärten Fragen zurücklässt, deren Beantwortung zu interessanten Diskussionen führen kann, lässt mich The Signal wirklich allen weiterempfehlen!

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